Fachdialog 2018: Interkulturelle Sensibilität in der MoBiBe – eine Querschnittsaufgabe

Wie sieht sie aus, die Querschnittsaufgabe der interkulturellen Sensibilität im Netzwerk der Mobilen Beratung zu Bildung und Beruf für geflüchtete Menschen? Dieser Frage haben wir uns auf dem MoBiBe-Fachdialog am 22.11.2018 gestellt und möglichen Lösungen angenähert. Dabei wurden unterschiedliche Bereiche beleuchtet: interkulturelle Kompetenz im Team, in der Beratung und in der Öffentlichkeitsarbeit.
Kultursensible Beratungsarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass eine vorteilsbewusste Haltung eingenommen wird, wobei verknüpfte Ungleichheits- und Unterdrückungsverhältnisse berücksichtigt und zugleich statische Kulturkonzepte, Ethnozentrismus und Kulturalisierungen vermieden werden.
Es wurde kritisch darüber diskutiert, wie es in der Beratung gelingen kann, faktisch unterschiedliche Lebenswelten der beratenen Menschen zu kennen, ohne statische kulturelle Bezüge herzustellen. Eine angeregte Debatte ergab sich auch hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit in Hinblick auf die Verbindung von bestimmten Bildern oder Slogans zu möglichen Vorurteilen oder Vorannahmen. Im Bereich der Teamarbeit wurden Faktoren für das Gelingen guter Zusammenarbeit diskutiert. Diese können zum Beispiel davon abhängen, ob die eigenen Vorannahmen reflektiert und Konflikte somit bearbeitet werden könnten.
Für 2019 ist angestrebt, aus den Arbeitsergebnissen gemeinsame Leitlinien zur interkulturellen Sensibilität für das MoBiBe-Netzwerk zu entwickeln. Die Diskussionen und Feststellungen der Veranstaltung bilden dafür eine Grundlage.